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BÜROMARKT SCHWEIZ

Agglomeration Angebot Mieten
Veränderung Preisband
CHF/m² p.a.
Median
CHF/m² p.a.
Aarau 11 580 -6 % 140-250 210
Baden-Brugg 43 665 22 % 155-325 215
Basel 154 485 -16 % 150-320 220
Bern 94 625 -15 % 120-305 205
Biel 17 395 -37 % 115-210 145
Chur 4160 -31 % 135-285 180
Fribourg 16 485 -7 % 150-290 205
Genf 461 885 -7 % 220-630 360
Lausanne 168 410 9 % 155-390 250
Lugano 75 310 7 % 145-420 230
Luzern 52 185 -11 % 150-315 215
Neuchâtel 25 360 39 % 125-240 165
Olten-Zofingen 20 565 -19 % 110-215 150
Schaffhausen 19 965 20 % 110-240 185
Solothurn 7630 -31 % 130-275 160
St. Gallen 36 700 -13 % 130-265 185
Thun 9725 -6 % 125-275 210
Winterthur 27 570 -12 % 145-355 215
Zug 125 180 -8 % 150 – 450 230
Zürich 604 695 -24 % 150-555 260
Agglomerationen 1 977 575 -13 % - -

Der Büromarkt hatte sich in den letzten Jahren stabilisiert – bis die pandemiebedingte, schlagartige Einführung des Homeoffice diesen Trend umkehrten. Das innerhalb von sechs Monaten verfügbare Angebot an Büroflächen in den Schweizer Agglomerationen stieg 2020 infolge dieser Entwicklung um 23% auf 2.26 Mio. Quadratmeter an. Nur in wenigen Regionen konnte ein leichter Rückgang verzeichnet werden, in den meisten Agglomerationen stieg das Angebot deutlich an. Ohne die langfristigen Vertragslaufzeiten im Büromarkt wäre das Überangebot 2020 landesweit sogar noch wesentlich höher ausgefallen. Die Pandemie führte bei den Unternehmen zu einer grossen Verunsicherung. Viele Büromieter verschoben Entscheide in ihrer Büroflächenplanung. Andere nahmen das Homeoffice-Regime zum Anlass, Flächenreduktionen zu planen oder diese bereits umzusetzen, um wesentliche Kosteneinsparungen zu erzielen. Mieter sind sich ihrer stärker gewordenen Verhandlungsposition bewusst, was sich 2020 auf die Mietzinsabschlüsse respektive Incentives auswirkte. Im Gesamtbild sanken die Mieten mehrheitlich.

Zwischen den Lagen kristallisierten sich jedoch grosse Unterschiede heraus: An Agglomerationsstandorten standen und stehen freie Büroflächen aufgrund des Überangebots unter starkem Wettbewerbsdruck. An zentralen Lagen in den Grosszentren stieg die Nachfrage jedoch an. Standortfaktoren wie ein urbanes Umfeld mit attraktiven Lunch- oder Freizeitangeboten oder die Nähe zu Kunden und Peers haben durch die Pandemie an Stellenwert gewonnen. Je länger, desto mehr zeigt sich, dass Wertschöpfung, Produktivität und geschäftliche Beziehungen in der Arbeitswelt ein gewisses Mass an persönlichen Begegnungen brauchen. So dürften sich 2021 die gegenläufigen Tendenzen zwischen den unterschiedlichen Lagen weiter verstärken. Zudem werden bisher durch Konjunkturprogramme aufgeschobene Konkurse und die Sparmassnahmen zahlreicher Unternehmen noch weitere Flächen auf den Markt bringen – insbesondere auch in Form von preislich attraktiver Untermiete.
„Grosse Konzerne sprechen von einer Halbierung ihrer Büroflächen, KMU tendieren zu einer Reduktion von einem Drittel. Der Kostendruck wird vor allem den Flächenbedarf in der Agglomeration massiv reduzieren.“
Claudia Zinno
Mandatsverantwortliche Gewerbeimmobilien & Mietervertretung
"Die Nachfrage im CBD bleibt trotz oder sogar aufgrund der Pandemie ungebrochen. Potenzielle Mieter machen Kompromisse bei der Flächengrösse, aber nicht beim Standort. Für sie gilt in Zeiten von zunehmendem Home Office: Wenn Büro, dann richtig."
Alessandro Rodinelli
Mandatsverantwortlicher Gewerbeimmobilien & Mietervertretung