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BÜROMARKT SCHWEIZ

Agglomeration Angebot Mieten
Veränderung Preisband
CHF/m² p.a.
Median
CHF/m² p.a.
Aarau 26 300 114 % 140 – 250 210
Baden-Brugg 58 400 64 % 160 – 365 220
Basel 180 600 -2 % 150 – 320 225
Bern 98 500 -11 % 130 – 285 210
Biel 23 800 -13 % 120 – 285 160
Chur 10 400 73 % 135 – 440 195
Fribourg 19 400 9 % 155 – 250 210
Genf 572 700 15 % 240 – 620 360
Lausanne 250 600 62 % 155 – 380 255
Lugano 58 300 -17 % 155 – 555 225
Luzern 43 700 -25 % 140 – 320 215
Neuchâtel 21 600 18 % 125 – 240 165
Olten-Zofingen 33 500 31 % 110 – 220 170
Schaffhausen 17 800 7 % 110 – 225 160
Solothurn 6 900 -38 % 135 – 230 165
St. Gallen 45 800 9 % 145 – 265 185
Thun 7 100 -32 % 160 – 280 220
Winterthur 41 800 34 % 155 – 290 210
Zug 103 500 -24 % 155 – 450 240
Zürich 804 500 1 % 145 – 540 255
Agglomerationen 2 425 200 7 % - -

Nach einem weiteren Jahr der Pandemie ist gewiss: Homeoffice bleibt. Das partiell ortsunabhängige Arbeiten ist für die Mehrheit der Unternehmen und Angestellten nicht mehr wegzudenken. Sehr wahrscheinlich ist aber auch: Das Büro wird für die Unternehmenskultur sowie als Ort des Austauschs einen hohen Stellenwert behalten. Eine realistische Homeoffice-Quote von 20 % bis 40 % der Arbeitszeit dürfte sich unter den derzeitigen Beschäftigungsaussichten nur wenig auf die Flächennachfrage auswirken. Zwar sind Einsparungen mittels Desksharing möglich – dieses Konzept wird jedoch längst nicht überall umgesetzt. Demgegenüber entstehen durch hybride Arbeitsformen neue Flächenbedürfnisse, u. a. nach zusätzlichen Meeting- und Kollaborationsräumen sowie Begegnungszonen. Um das Büro für die Angestellten möglichst attraktiv zu machen, muss es zudem «Home-Qualitäten» aufweisen und gut erreichbar sein. So gewinnen neben Arbeitsplatz und -umgebung die Lage und die Verkehrsanbindung an Bedeutung, was die Nachfrage nach hochwertigen Räumlichkeiten in Zentrumslagen gestärkt hat. Abseits der Zentren machen sich bereits kleine Qualitätsabschläge bemerkbar. Deshalb kam es 2021 an weniger gut erreichbaren Standorten zu grösseren Vermarktungsaufwänden und längeren Insertionsdauern. Dies zeigt auch die hohe Liquidität dieser Märkte: In den vergangenen sechs Monaten waren in den Schweizer Agglomerationen rund 2.43 Mio. m² Bürofläche verfügbar – 7.1 % mehr als in der Vorjahresperiode – und der grösste Teil davon entfiel auf Märkte ausserhalb der CBDs. Für das Jahr 2022 stimmen die wirtschaftliche Ausgangslage und die Entwicklung der Arbeitsmärkte positiv. Einzelne Firmen mit Expansionsbestrebung dürften anlässlich der wirtschaftlichen Erholung einen Standortwechsel wagen. Bei Vertragsverhandlungen behalten Mieter aufgrund der hohen Marktliquidität weiterhin die Oberhand. Gefordert werden Mietzinsreduktionen, Vollausbau und immer kürzere und flexiblere Vertragslaufzeiten mit Early-Break-Options. Incentives werden weiterhin gegeben, jedoch dürften Mietpreiszugeständnisse eine Seltenheit bleiben, da diese den Wert der Liegenschaft beeinträchtigen.
„Die Diskussion um die Flächenverminderung der Unternehmen in den klassischen Bürobranchen durch Homeoffice und flexible Arbeitsplatzkonzepte ist nach zwei Jahren Pandemie noch immer dieselbe. Und effektiv ist noch immer keine Tendenz zu spüren.“
Ines von der Ohe
Leiterin Research & Marktanalyse
"Flexibilität ist das Stichwort, welches das Bedürfnis der Mieter im letzten Jahr am besten beschreibt – und das auf allen Ebenen. Die Mieter fordern flexible und kurzfristigere Verträge und am besten schlüsselfertige Objekte, quasi vollausgebaute Kurzzeitlösungen."
Alessandro Rodinelli
Mandatsverantwortlicher Gewerbeimmobilien & Mietervertretung