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BÜROMARKT SCHWEIZ

Agglomeration Angebot Mieten
Veränderung Preisband
CHF/m² p.a.
Median
CHF/m² p.a.
Aarau 12 300 -60 % 120 – 250 190
Baden-Brugg 35 700 -2 % 145 – 300 200
Basel 184 500 65 % 145 – 320 225
Bern 111 1000 18 % 125 – 330 200
Biel 27 400 80 % 115 – 200 150
Chur 6 000 -3 % 120 – 275 170
Fribourg 17 800 34 % 155 – 285 200
Genf 498 400 12 % 210 – 645 360
Lausanne 154 900 -6 % 155 – 380 250
Lugano 70 400 9 % 145 – 385 230
Luzern 58 600 15 % 145 – 320 220
Neuchâtel 18 300 173 % 130 – 275 170
Olten-Zofingen 25 500 25 % 115 – 205 150
Schaffhausen 16 700 11 % 110 – 220 160
Solothurn 11 100 13 % 130 – 225 160
St. Gallen 42 100 -10 % 125 – 260 175
Thun 10 400 73 % 135 – 270 200
Winterthur 31 200 1 % 155 – 350 230
Zug 135 900 37 % 150 – 445 225
Zürich 796 200 38 % 140 – 545 255
Agglomerationen 2 264 500 23 % - -

Der Büromarkt hatte sich in den letzten Jahren stabilisiert – bis die pandemiebedingte, schlagartige Einführung des Homeoffice diesen Trend umkehrten. Das innerhalb von sechs Monaten verfügbare Angebot an Büroflächen in den Schweizer Agglomerationen stieg 2020 infolge dieser Entwicklung um 23% auf 2.26 Mio. Quadratmeter an. Nur in wenigen Regionen konnte ein leichter Rückgang verzeichnet werden, in den meisten Agglomerationen stieg das Angebot deutlich an. Ohne die langfristigen Vertragslaufzeiten im Büromarkt wäre das Überangebot 2020 landesweit sogar noch wesentlich höher ausgefallen. Die Pandemie führte bei den Unternehmen zu einer grossen Verunsicherung. Viele Büromieter verschoben Entscheide in ihrer Büroflächenplanung. Andere nahmen das Homeoffice-Regime zum Anlass, Flächenreduktionen zu planen oder diese bereits umzusetzen, um wesentliche Kosteneinsparungen zu erzielen. Mieter sind sich ihrer stärker gewordenen Verhandlungsposition bewusst, was sich 2020 auf die Mietzinsabschlüsse respektive Incentives auswirkte. Im Gesamtbild sanken die Mieten mehrheitlich.

Zwischen den Lagen kristallisierten sich jedoch grosse Unterschiede heraus: An Agglomerationsstandorten standen und stehen freie Büroflächen aufgrund des Überangebots unter starkem Wettbewerbsdruck. An zentralen Lagen in den Grosszentren stieg die Nachfrage jedoch an. Standortfaktoren wie ein urbanes Umfeld mit attraktiven Lunch- oder Freizeitangeboten oder die Nähe zu Kunden und Peers haben durch die Pandemie an Stellenwert gewonnen. Je länger, desto mehr zeigt sich, dass Wertschöpfung, Produktivität und geschäftliche Beziehungen in der Arbeitswelt ein gewisses Mass an persönlichen Begegnungen brauchen. So dürften sich 2021 die gegenläufigen Tendenzen zwischen den unterschiedlichen Lagen weiter verstärken. Zudem werden bisher durch Konjunkturprogramme aufgeschobene Konkurse und die Sparmassnahmen zahlreicher Unternehmen noch weitere Flächen auf den Markt bringen – insbesondere auch in Form von preislich attraktiver Untermiete.
„Grosse Konzerne sprechen von einer Halbierung ihrer Büroflächen, KMU tendieren zu einer Reduktion von einem Drittel. Der Kostendruck wird vor allem den Flächenbedarf in der Agglomeration massiv reduzieren.“
Claudia Zinno
Mandatsverantwortliche Gewerbeimmobilien & Mietervertretung
"Die Nachfrage im CBD bleibt trotz oder sogar aufgrund der Pandemie ungebrochen. Potenzielle Mieter machen Kompromisse bei der Flächengrösse, aber nicht beim Standort. Für sie gilt in Zeiten von zunehmendem Home Office: Wenn Büro, dann richtig."
Alessandro Rodinelli
Mandatsverantwortlicher Gewerbeimmobilien & Mietervertretung