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BÜROMARKT WIRTSCHAFTSRAUM ZÜRICH

MIETZINSENTWICKLUNG WIRTSCHAFTSRAUM ZÜRICH

MIETEN NACH MARKTGEBIETEN

Mietpreisband
CHF/m² p.a.
Median
CHF/m² p.a.
Flächenangebot
Veränderung
%
Baden 150-370 210 69 900 44 %
Furttal 115-220 180 20 940 29 %
Höfe 170-345 250 26 560 15 %
Limmattal 140-255 195 56 700 3 %
Mittleres Glatttal 145-360 210 192 180 -7 %
Pfannenstiel 270-460 315 11 130 2 %
Rapperswil 130-280 220 4 290 21 %
Stadt Zürich 210-645 350 288 320 40 %
Winterthur 150-285 210 41 770 25 %
Zimmerberg / Sihltal 140-265 210 29 720 18 %
Zürcher Oberland 120-270 175 41 970 55 %
Zürcher Unterland 110-310 185 26 200 29 %
Zug 150-480 240 104 010 -23 %
Wirtschaftsraum Zürich 150-510 245 913 690 12 %
In den vergangenen sechs Monaten waren im Wirtschaftsraum Zürich rund 910 000 m² Bürofläche inseriert. Damit ist das Angebot innerhalb eines Jahres um 12 % gestiegen – ähnlich stark wie in den Wirtschaftsräumen Bern (+14 %) und Genf (+12 %). Den grössten effektiven Flächenzuwachs wies die Stadt Zürich auf: Dort nahm das Angebot um rund 83 000 m² (+40 %) zu. Auch im Zürcher Oberland und in Baden kam es zu einem grossem Angebotswachstum – ausgehend jedoch von einem deutlich tieferen Niveau als in Zürich. In der Region Zug trug die intakte Absorption dazu bei, dass in der zweiten Jahreshälfte 2021 23 % weniger Fläche inseriert war als im Jahr zuvor. Dennoch präsentiert sich der Zuger Markt nach wie vor liquide – mit einem breiten Flächenangebot, das sich in der Kantonshauptstadt, im benachbarten Baar und am wirtschaftsstarken Standort Risch-Rotkreuz konzentriert. Die Mietpreise im Wirtschaftsraum Zürich entwickelten sich 2021 trotz der Angebotsausdehnung gesamthaft stabil: Die mittlere Netto-Angebotsmiete lag im Median nach wie vor bei 245 Franken pro m² und Jahr. Mancherorts, wie im Mittleren Glattal, führte das zusätzliche Flächenangebot durch die Erstvermarktung von Neubauprojekten oder neu ausgebauten Flächen trotz hoher Liquidität gar zu steigenden Angebotsmieten. Dies soll jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Mietpreise aufgrund der verhaltenen Zusatznachfrage auch im zweiten Jahr der Pandemie vielerorts unter Druck kamen. Die Mieter sind sich ihrer Verhandlungsposition bewusst und fordern entsprechend mehr Leistungen zu günstigeren Konditionen, u. a. beim Flächenausbau.

Im Verlauf der zweiten Jahreshälfte 2021 belebte sich die Büroflächennachfrage im Wirtschaftsraum Zürich etwas. Eine wachsende Dynamik war vor allem an den Zentrumslagen spürbar. Bereits geringe Abschläge bei der Lagequalität führten dagegen zu längeren Insertionsdauern. In der Agglomeration gilt eine sehr gute Verkehrsanbindung als absolute Voraussetzung für eine erfolgreiche Vermarktung. Ein S-Bahn- Anschluss ist für die meisten Suchenden bereits ein Muss-Kriterium. An weniger gut erschlossenen Agglomerationsstandorten dürfte es den Eigentümern daher künftig immer schwerer fallen, ihre Preisvorstellungen durchzusetzen. Mittelfristig könnten strukturelle Veränderungen in der Nachfrage die Vermarktung solcher Flächen zusätzlich erschweren: Die meisten Unternehmen sind an laufende langjährige Mietverträge gebunden. Falls sie künftig Flächeneinsparungen aufgrund von Homeoffice und Desksharing vornehmen sollten, werden sich diese erst bei Vertragsverlängerungen bemerkbar machen – sofern sie nicht schon vorher zu Untervermietungen geführt haben. An weniger begehrten Agglomerationsstandorten dürfte ein solcher Nachfragerückgang zuerst eintreten und einen steigenden Sockelleerstand bewirken. Wer in solchen Situationen und generell Flächen erfolgreich vermarkten will, muss schnell sein. Erfahrungsgemäss wirken sich eine zügige Kontaktaufnahme sowie rege Interaktion und Kommunikation mit den Mietinteressenten positiv auf die Vermarktungschancen aus.