Der CSL Immobilienmarktbericht vermittelt Zahlen, Fakten und Einschätzungen zum Investment-, Wohn- und Büromarkt in der Schweiz und im Speziellen im Wirtschaftsraum Zürich. Der CSL Immobilienmarktbericht basiert auf einer breiten Basis von Angebotsmieten und –preisen, Daten statistischer Ämter sowie Einschätzungen erfahrener Marktteilnehmer, Wirtschaftsförderer und Fachexperten. Zusätzlich fliessen Erkenntnisse aus Experteninterviews mit massgebenden Akteuren der Branche ein.

Und nicht zuletzt reflektiert er auch die Erfahrungen, die unsere Mitarbeiter in der alltäglichen Praxis machen.

BÜROMARKT STADT ZÜRICH

ANGEBOT AN BÜROFLÄCHEN STADT ZÜRICH

Angebot Vergleich Vorjahr
Stadt Zürich 202 900 m² -31%
CBD 53 500 m² -62%

MIETEN NACH MARKTGEBIETEN

Mietpreisband
CHF/m² p.a.
Median
CHF/m² p.a.
Topmiete
CHF/m² p.a.
Altstetten 155 – 330 215 430
Enge 280 – 605 460 850
City 395 – 600 520 940
Industriequartier 295 – 460 405 470
Oberstrass / Unterstrass 245 – 450 355 565
Oerlikon 195 – 350 290 435
Seefeld 320 – 545 425 695
Stauffacher 205 – 495 320 520
Wiedikon / Binz 210 – 310 245 415
Wiedikon / Sihlfeld 180 – 305 210 390
Zürich Süd 235 – 520 285 450
Zürich West 205 – 435 295 590
Übrige Stadt 190 – 445 310 495
CBD 305 – 590 485 940
Stadt Zürich 200 – 550 360 940
Nachdem 2018 erstmals seit der Finanzkrise positive Vorzeichen auf dem Zürcher Büromarkt erkennbar wurden, hat sich der Markt 2019 vornehmlich in Zentrumslagen vollständig erholt.
Zum ersten Mal seit über einer Dekade ist die City wieder ein Vermietermarkt. Dies zeigt sich eindrücklich im Rückgang des verfügbaren Angebots: Während in der gesamten Stadt das Angebot um 31% sank, ging es im CBD sogar um 62% zurück. Insbesondere grosse Flächen über 1 000 m², die den Ansprüchen an flexible Arbeitswelten gerecht werden, sind rar geworden. Von dieser Situation konnten vor allem Eigentümer profitieren, die ihre Liegenschaften saniert oder sogar Redevelopments vorgenommen haben. Zudem führte die verstärkte Nachfrage dazu, dass die Topmiete des Vorjahres vielfach überschritten wurde. Unterschiedliche Ausbaustandards und zusätzliche Services erschweren einen Preisvergleich für Interessenten wie auch präzise Analysen immer mehr. Die Grenzen zwischen dem herkömmlichen Angebot und den Co-Working- und Shared-Offices-Anbietern verschwimmen zusehends. Der Marktanteil dieser Office-Betreiber wächst stetig, sie sind auf dem Büromarkt zu einem wichtigen Nachfrager geworden. Während im CBD die Branche der Unternehmensdienstleistungen wieder mehr Flächen nachfragt, generierte 2019 die Informations- und Kommunikationsbranche im Zuge der Digitalisierung in der gesamten Stadt Zürich die höchste Nachfrage. Dadurch profitierten bereits gesuchte Quartiere wie Zürich West, aber auch gut erschlossene Mikrolagen in der Stadt.

Eine zentrale Lage in der City oder zumindest die Anbindung an die S-Bahn bleiben die wichtigsten Kriterien bei der Anmietung neuer Flächen. Eigentümer zeigen aufgrund des Nachfragedrucks immer weniger Bereitschaft, potenziellen Mietern grössere Zugeständnisse bei einem Mietangebot einzuräumen. Dies gilt für die klassischen Incentives wie mietfreie Zeit, aber ebenso für die Zusicherung von Exklusivität während der Mietzinsverhandlungen. Die Mieter spüren diesen Druck und sind gefordert, interne Entscheide zügiger abzuholen. Sind sie dazu nicht in der Lage, laufen sie Gefahr, im Wettbewerb mit anderen Bewerbern den Kürzeren zu ziehen. Besonders gute Verhandlungspositionen haben Eigentümer, deren Objekte gut positioniert und bereits ausgebaut sind. Ähnlich wie in anderen Marktsegmenten haben ältere Objekte, die nicht ausreichend erschlossen sind, das Nachsehen. Wir gehen davon aus, dass sich diese Tendenzen 2020 nochmals akzentuieren werden.