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BÜROMARKT STADT ZÜRICH

MIETZINSENTWICKLUNG STADT ZÜRICH

MIETEN NACH MARKTGEBIETEN

Mietpreisband
CHF/m² p.a.
Median
CHF/m² p.a.
Flächenangebot
Veränderung
%
Altstetten 140 – 325 220 29 300 73 %
Enge 310 – 780 460 22 075 23 %
City 410 – 680 530 32 920 59 %
Industriequartier 240 – 485 405 2 545 157 %
Oberstrass / Unterstrass 250 – 495 350 9 625 11 %
Oerlikon 190 – 365 275 32 285 -42 %
Seefeld 265 – 685 435 16 455 11 %
Stauffacher 225 – 620 325 8 625 -14 %
Wiedikon / Binz 210 – 390 300 6 220 288 %
Wiedikon / Sihlfeld 155 – 290 205 7 510 229 %
Zürich Süd 230 – 380 280 5 725 6 %
Zürich West 245 – 440 355 17 490 -48 %
Übrige Stadt 190 – 570 350 14 810 -8 %
CBD 310 – 705 490 78 645 47 %
Stadt Zürich 205 – 630 380 205 585 1 %
Büromieter, die es sich leisten können, präferieren zunehmend eine attraktive Citylage. Bleibt das Budget für die Mietzinsausgaben gleich, wird tendenziell die gesuchte Fläche zugunsten eines besseren Standorts reduziert. Während Eigentümer von Büroimmobilien in den Agglomerationen mit einem grossen Überangebot zu kämpfen haben, steigt der Nachfragedruck in Zentrumslage dadurch weiter an. Dies führt auch zu Spillover-Effekten in benachbarte Quartiere, auf die potenzielle Mieter zumeist aus wirtschaftlichen Gründen ausweichen müssen. Als Folge ist eine zunehmende Aufwertung und Verdrängung zum Beispiel in der Achse von der City nach Zürich-West bis Altstetten zu beobachten.

Die hohe Nachfrage in der Stadt Zürich manifestiert sich auch in steigenden Mieten an den gefragten Lagen. Diese zeichnen sich durch ein urbanes Umfeld mit vielen Verpflegungs-, Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten aus. Das Angebot an verfügbaren Büroflächen blieb 2020 in der Stadt Zürich gegenüber dem Vorjahr beinahe unverändert. Die Pandemie konnte nach der ersten Schockstarre die Attraktivität und Anziehungskraft von Zentrumslagen nicht nachhaltig mindern. Hinzu kommt, dass die im Zürcher Branchenmix stark vertretenen Finanzinstitute, Berater wie Rechtsanwaltskanzleien etc. aufgrund von Datensicherheit, Diskretion und der Bedeutung von persönlichen Kontakten ihre Flächen nur begrenzt minimieren können. Andere sichern sich sogar bewusst weitere Büroflächen - unter anderem für ein zukünftiges Wachstum.

Auch wenn die Pandemie 2020 eine grosse Unsicherheit auf dem Büromarkt verursacht hat, hatten und haben die Vermieter von Büroflächen in der Stadt Zürich viele Vorteile auf ihrer Seite. Die lokale Branchenstruktur bewirkt eine gewisse Stabilität für den Büromarkt. Unter den grössten Nachfragern 2020 sind Krisen-Gewinner: ICT-Unternehmen, die Gesundheits-, Medizinal- und Pharmabranche, Beratungsunternehmen sowie Bildungsinstitutionen. Von einem spezifischen Zürcher Phänomen profitieren zudem Shared-Office-Anbieter: Die hohen Wohnungspreise und -mieten erschweren es Arbeitnehmenden, für mehr Homeoffice eine grössere Wohnung zu mieten oder zu kaufen. Shared-Office-Flächen bieten eine Ausweichmöglichkeit, weshalb sie künftig noch stärker von der neuen Arbeitswelt und von Flächenreduktionen profitieren dürften. Sobald die Covid-Restriktionen 2021 zurückgehen, ist insgesamt mit einer erhöhten Fluktuation und viel Bewegung auf dem Zürcher Büromarkt zu rechnen. Das Mietzinsniveau dürfte insgesamt stabil bleiben, wobei Top-Lagen nochmals Mietsteigerungspotenzial haben, während Quartiere mit einem Überangebot wie Zürich Nord weiter unter Druck bleiben.