Der CSL Immobilienmarktbericht vermittelt Zahlen, Fakten und Einschätzungen zum Investment-, Wohn- und Büromarkt in der Schweiz und im Speziellen im Wirtschaftsraum Zürich. Der CSL Immobilienmarktbericht basiert auf einer breiten Basis von Angebotsmieten und –preisen, Daten statistischer Ämter sowie Einschätzungen erfahrener Marktteilnehmer, Wirtschaftsförderer und Fachexperten. Zusätzlich fliessen Erkenntnisse aus Experteninterviews mit massgebenden Akteuren der Branche ein.

Und nicht zuletzt reflektiert er auch die Erfahrungen, die unsere Mitarbeiter in der alltäglichen Praxis machen.

Investmentmarkt Schweiz

Trotz der beschriebenen Zinsentwicklung sind die Immobilienpreise weniger stark gestiegen, als zu erwarten gewesen wäre. Die preistreibende Wirkung des Zinsrückgangs wurde einerseits durch die zunehmenden Marktrisiken ausserhalb der Zentrumslagen abgemildert. Andererseits scheint bei den Kaufpreisen von Objekten in Toplagen nicht mehr viel Luft nach oben zu sein.

Dem anhaltenden Anlagedruck stand 2019 ein liquider Transaktionsmarkt gegenüber – mit einer hohen Anzahl von Verkäufen respektive grossvolumigen Einzeltransaktionen. Zahlreiche Immobilieneigentümer nutzten die Marktsituation, um ihre Portfolios zu bereinigen oder durch den Verkauf von Betriebsliegenschaften Gewinne zugunsten des Kerngeschäfts zu realisieren.

Zudem hat ein Drittel der befragten Investoren nochmals verstärkt in Entwicklungsprojekte investiert, nicht zuletzt auch um eine höhere Rendite zu erwirtschaften. Ein knappes Drittel
der Investoren tätigte höhere Investitionen in den Bestand, während die übrigen zwei Drittel diese auf dem Vorjahresniveau beliessen. Zudem sind auch Auslandinvestitionen vermehrt
in den Fokus einzelner Akteure gerückt, um dem engen Schweizer Markt zu entgehen, breiter zu diversifizieren und von höheren Renditen profitieren zu können.

Der Grossteil der befragten Immobilieninvestoren erwartet eine erneute Renditekompression, falls die SNB den Leitzins senken wird. Aber auch der erhöhte Anlagedruck aufgrund
anhaltender Umschichtungen aus anderen Anlageklassen in den Immobilienmarkt dürfte die Preise mittelfristig in einigen Segmenten zusätzlich nach oben treiben. Auf der Ertragsseite stehen dieser Entwicklung zunehmende Herausforderungen gegenüber: Marktrisiken wie Leerstände und sinkende Mietzinsniveaus an weniger nachgefragten Lagen, eine zunehmende Regulierung und die zu erwartende Senkung des Referenzzinssatzes im Mietwohnungssegment schmälern die Einnahmen der Investoren empfindlich. Die Schere zwischen den attraktiven und den weniger gesuchten Immobilieninvestments wird sich nochmals weiter öffnen.