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INVESTMENTMARKT WOHNIMMOBILIEN

Wohnliegenschaften waren 2021 auf dem Immobilien-Investmentmarkt am begehrtesten. Bei den Wohnüberbauungen der Klasse A führte die ungebrochene Nachfrage zu Netto- Anfangsrenditen von 1.85 %. Im Jahr zuvor lagen sie noch bei 2.1 %. Der hart umkämpfte Markt zwang die Investoren, ihre finanziellen und räumlichen Grenzen weiter zu fassen als bis anhin. Ein wachsendes Käuferinteresse erfuhren deshalb in der zweiten Jahreshälfte auch Objekte der Anlagekategorie B in gut angebundenen Mittel- und Kleinstädten an Lagen mit hoher Zentralität und (über-)regionaler Erreichbarkeit. Folglich sanken auch dort die Netto-Anfangsrenditen auf 2.4 %. Bestärkt wurden die Anleger durch die marktseitige Entwicklung: Zum einen dürfte die Zuwanderung als stärkster Nachfragetreiber mit der Verbesserung der Situation am Schweizer Arbeitsmarkt wieder steigen. Zum anderen ging die Zahl der Leerstände 2021 zurück, womit die Marktrisiken sanken. Dazu trug auch die 2020 abgeschwächte Neubautätigkeit bei. Für das kommende Jahr rechnen die Investoren an A- und B- Lagen mehrheitlich mit weiter sinkenden Renditen. C- und D-Lagen dürften sich seitwärts entwickeln. Wichtige Themen für die Anleger sind die steigenden Nachhaltigkeitsanforderungen und immer häufiger kantonale und staatliche Regulierungsbestrebungen auf dem Mietermarkt, wie verschärfte Einschränkungen bei der Mietzinsfestlegung nach Sanierungen und Umbauten. Solche Gesetze gelten in Teilen der Westschweiz bereits länger, im Kanton Basel-Stadt seit Anfang 2022.