PRINTVERSION

Bestellen Sie hier ihre persönliche Printversion:

* Pflichtfelder

Loading
Bitte prüfen Sie Ihre Internetverbindung und versuchen Sie es erneut.

WOHNMARKT SCHWEIZ

Agglomeration Leerstand Nettomieten Kaufpreise
Preisband
CHF/m² p.a.
Preisband
CHF/m²
Aarau 3.3 % 160  –  275 4 665  –  9 230
Baden-Brugg 2.1 % 170  –  310 5 385  –  10 000
Basel 1.3 % 180  –  320 4 635  –  11 250
Bern 1.2 % 170  –  315 4 570 –  9 885
Biel 3.0 % 155  –  240 3 925  –  7 860
Chur 1.4 % 165  –  290 4 220  –  8 720
Fribourg 2.1 % 165  –  315 4 615  –  8 060
Genf 0.6 % 270 – 575 7 335  –  18 125
Lausanne 1.0 % 220  –  425 5 930  –  12 945
Lugano 2.7 % 165  –  340 4 610  – 13 205
Luzern 1.4 % 180  –  345 6 140  – 13 940
Neuchâtel 1.5 % 170  –  285 4 415  –  8 385
Olten-Zofingen 3.8 % 150  –  245 3 780  –  7 910
Schaffhausen 1.8 % 140  –  250 4 320  –  8 280
Solothurn 2.9 % 145 –  250 3 800  –  7 100
St. Gallen 2.5 % 145  –  260 4 185  –  8 515
Thun 0.9 % 170  –  270 4 670  –  9 680
Winterthur 0.6 % 190  –  335 6 020  –  10 945
Zug 0.7 % 200  –  460 8 005 – 15 595
Zürich 1.0 % 195  –  500 6 215  – 14 390

Im Wohnmarkt haben sich Mieter und Eigentümer aufgrund von Pandemie und Homeoffice vermehrt mit ihren eigenen vier Wänden auseinandersetzen müssen. Der Stellenwert eines schönen Zuhauses nahm zu. Davon profitierte vor allem das Eigentumssegment, in dem die Nachfrage das Angebot 2020 bei weitem übertraf. Im Mietsegment wurden vor allem Neubauten an gut erschlossenen Lagen rasch absorbiert. Viele Haushalte haben zudem ihren Suchradius vergrössert, da sie auch in Zukunft mit einem hohen Anteil von Homeoffice rechnen. Diese Entwicklung war insbesondere im Eigentumssegment spürbar, in dem ein privater Aussenraum und eine gute Besonnung stark an Bedeutung gewannen. Wer es sich leisten kann, tendiert zudem zu einem zusätzlichen Zimmer. Bei der Zahlungsbereitschaft respektive Tragbarkeit hat die Pandemie sichtbare Spuren hinterlassen. Breite Bevölkerungsanteile können oder wollen nicht mehr jeden Mietzins oder Kaufpreis zahlen. Insbesondere in den nach wie vor angespannten Wohnungsmärkten in den Zentren ist die Traumwohnung für viele nicht finanzierbar. Dort ist die Bereitschaft, für eine bezahlbare Wohnung Kompromisse einzugehen, weiterhin gross.

Demgegenüber zeigt sich ausserhalb der Grosszentren ein ganz anderes Bild: Hohe Leerstandsquoten über 2% oder gar 3% sind keine Seltenheit. Dieses Überangebot setzt insbesondere in die Jahre gekommene Bestandesobjekte und das obere Preissegment unter Druck. Trotz der rückläufigen Bautätigkeit dürfte auch 2021 im Mietwohnungsmarkt keine Trendumkehr eintreten. Die Schweizer Leerstandsquote von 1.72 % stieg 2020 gegenüber dem Vorjahr weiter an, 2021 dürfte der Wert nochmals zunehmen. Die Mieten dürften mit Ausnahme der Zentren weiter sinken. Im Eigentumssegment ist dagegen vor allem für Einfamilienhäuser mit weiter steigenden Preisen zu rechnen. Die Anzahl potenzieller Käufer dürfte 2021 durch den Wunsch nach Eigentum und veränderte Wohnbedürfnisse zunehmen. Sie treffen jedoch auf ein weiterhin begrenztes Angebot.
"Im Wirtschaftsraum Zürich war im Wohnmarkt eine starke Differenzierung auf allen Ebenen spürbar: Sowohl zwischen den unterschiedlichen Lagen als auch bei den Ansprüchen an das Zuhause. Der Eigentumsmarkt boomt – der Mietmarkt scheint hingegen etwas ausgebremst."
Annica Anna Pohl
Bereichsleiterin Vermarktung
"In Zürich sind die Mieter im Gegensatz zu den Agglomerationslagen bereit, grosse Kompromisse einzugehen: Ein zusätzliches Zimmer für das Homeoffice ist dort weniger relevant, sofern die Miete bezahlbar bleibt. Wir haben festgestellt, dass die Preissensitivität in der Stadt Zürich deutlich zugenommen hat."
Andrea Bülow
Mandatsverantwortliche Gewerbe- & Anlageimmobilien, Teamleiterin Verkauf Wohnimmobilien