Der CSL Immobilienmarktbericht vermittelt Zahlen, Fakten und Einschätzungen zum Investment-, Wohn- und Büromarkt in der Schweiz und im Speziellen im Wirtschaftsraum Zürich. Der CSL Immobilienmarktbericht basiert auf einer breiten Basis von Angebotsmieten und –preisen, Daten statistischer Ämter sowie Einschätzungen erfahrener Marktteilnehmer, Wirtschaftsförderer und Fachexperten. Zusätzlich fliessen Erkenntnisse aus Experteninterviews mit massgebenden Akteuren der Branche ein.

Und nicht zuletzt reflektiert er auch die Erfahrungen, die unsere Mitarbeiter in der alltäglichen Praxis machen.

WOHNMARKT SCHWEIZ 2020

Agglomeration Leerstand Nettomieten Kaufpreise
Preisband
CHF/m² p.a.
Preisband
CHF/m²
Aarau 2.7 % 165  –  280 4 600  –  8 800
Baden-Brugg 2.0 % 170  –  310 5 000  –  9 500
Basel 1.2 % 180  –  320 4 500  –  10 600
Bern 1.3 % 170  –  315 4 300 –  9 300
Biel 2.8 % 155  –  250 3 700  –  7 900
Chur 1.5 % 160  –  300 4 200  –  9 300
Fribourg 1.9 % 160  –  305 4 300  –  7 600
Genf 0.6 % 240 – 510 7 000  –  16 600
Lausanne 0.7 % 200 –  420 5 500  –  12 200
Lugano 2.3 % 165  –  340 4 400  – 12 500
Luzern 1.4 % 180  –  340 5 700  – 11 400
Neuchâtel 1.8 % 155  –  300 4 400  –  8 200
Olten-Zofingen 4.0 % 150  –  250 3 700  –  7 400
Schaffhausen 2.3 % 145  –  250 4 100  –  8 000
Solothurn 3.2 % 145  –  255 3 700  –  6 700
St.Gallen 2.3 % 145  –  275 3 800–  8 500
Thun 0.9 % 180  –  275 4 700  –  9 500
Winterthur 0.8 % 185  –  335 5 500  –  9 900
Zug 0.5 % 230  –  430 7 100 – 15 100
Zürich 0.9 % 195  –  450 5 800  – 13 100

WOHNMARKT SCHWEIZ 2020

Die in den letzten Jahren in vielen Marktgebieten besorgniserregende Leerstandsentwicklung hat sich 2019 ebenso wie die Hochbautätigkeit etwas verlangsamt. Die landesweite
Leerstandsquote stieg nur noch leicht von 1.62% auf 1.66%. Dennoch ist keine Entwarnung in Sicht, da in zahlreichen Regionen der Markt aus dem Gleichgewicht geraten ist. Den höchsten Leerstand verzeichnete die Agglomeration Solothurn mit einem Wert über der 3%-Marke, gefolgt von Biel und Aarau, die knapp unter dieser Grenze lagen. Dem gegenüber
standen überaus angespannte Wohnmärkte mit Leerstandsquoten unter 1% in den Agglomerationen Zug, Genf, Lausanne und Zürich. Diese Entwicklungen spiegelten sich auch in den Mietzinsniveaus der einzelnen Regionen. Die Veränderungen fielen jedoch vergleichsweise klein aus. Dies ist unter anderem auf gegenläufige Tendenzen in den Zentren und den weniger attraktiven Lagen innerhalb der Regionen zurückzuführen, die sich gegenseitig ausgleichen. Die Qualität der Mikrolage, insbesondere die Anbindung an den öffentlichen Verkehr, ist für Mieterinnen und Mieter weiterhin der wichtigste Faktor für einen Wohnstandortentscheid. Wohneigentum ist aufgrund des niedrigen Zinsniveaus weiterhin gefragt. 2019 stiegen die Kaufpreise nochmals an. Aufgrund der restriktiven Hypothekenvergabe und des hohen Preisniveaus ist ein Kauf jedoch für weite Bevölkerungsteile unerschwinglich
geworden. Insbesondere Liegenschaften mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis und gleichzeitig einer guten Verkehrsanbindung sind äusserst rar. Für 2020 ist landesweit mit weiter steigenden Eigentumspreisen zu rechnen, während im Mietwohnungssegment die Schere zwischen den auf- und den absteigenden Märkten weiter auseinandergehen wird. Vielerorts wird sich das zunehmende Angebot empfindlich auf die Mietzinsniveaus auswirken. Zudem kann im laufenden Jahr von einer Senkung des Referenzzinssatzes ausgegangen werden. Die Mieterträge der Investoren werden sich dadurch flächendeckend reduzieren.
"Insbesondere ein jüngeres Zielpublikum achtet immer stärker darauf, wie sich sein Zuhause innen und aussen präsentiert und hat eine hohe Umzugsbereitschaft. Eigentümer müssen deshalb bereits wenige Jahre nach der Erstvermietung in den Unterhalt investieren, damit sie wettbewerbsfähig bleiben."
Annica Anna Pohl
Bereichsleitung Vermarktung
"Die Finanzierung von Eigentum ist für eine wachsende Anzahl potenzieller Käufer eine Herausforderung, hier ist eine grosse Preissensitivität spürbar. An äusserts gesuchten Lagen sind die Käufer aber nach wie vor bereit, hohe Preise zu zahlen."
Giuliana De Rinaldis
Stv. Bereichsleitung Vermarktung, Geschäftsleitung

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