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WOHNMARKT WIRTSCHAFTSRAUM ZÜRICH

MIETZINS- UND KAUFPREISENTWICKLUNG WIRTSCHAFTSRAUM ZÜRICH

MIET- UND KAUFPREISE NACH MARKTGEBIETEN

Regionen Nettomiete
CHF/m² p.a.
Median
CHF/m² p.a.
Leerstand
Quote in %
Insertionsdauer in Tagen Kaufpreis
CHF/m²
Median
CHF/m²
Insertionsdauer in Tagen
Baden 170 – 310 220 1.4 39 5 240 –  9 570 7 000 41
Brugg / Zurzach 150 – 270 200 2.7 43 4 130  –  7 780 5 960 68
Einsiedeln 160 – 280 210 0.9 19 4 900  –  11 710 7 580 39
Freiamt 160 – 260 195 1.8 32 4 760 –  8 430 6 310 48
Glattal / Furttal 200 – 360 260 1.0 24 7 150 –  12 470 9 250 37
Höfe / March 185 – 370 255 1.4 24 6 280 –  16 160 9 460 41
Konaueramt 185 – 310 240 1.1 26 6 880 –  11 370 8 710 38
Limmattal 205 – 340 260 0.8 21 7 850 –  14 170 10 230 34
Linthgebiet 160 – 280 220 1.7 37 5 030 –  10 210 6 790 64
Mutschellen 165 – 285 215 2.0 34 5 730 –  11 150 7 630 54
Pfannenstiel 205 – 415 280 1.2 23 7 800 –  19 330 12 700 29
Schaffhausen 145 – 245   185 1.6 52 3 670 –  7 650 5 770 62
Weinland 155 – 265 205 1.0 33 5 160 –  9 410 7 100 45
Winterthur 185 – 315 235 0.6 26 5 930 – 11 060 7 920 33
Zimmerberg 215 – 400 275 0.7 22 8 500 –  17 180 11 670 28
Zug 230 – 490 310 0.3 11 8 640 –  16 780 12 270 24
Zürcher Oberland 185 – 305 230 1.4 30 5 990 –  11 720 8 160 30
Zürcher Unterland 175 – 300 230 1.1 30 6 140 –  10 380 7 960 47
Stadt Zürich 265 – 705 380 0.17 20 10 200 – 20 370 14 110 21
Qualitativ dominierten die Einflüsse der Covid-19-Pandemie: Das Homeoffice-Regime führte 2021 insbesondere in städtischen Räumen dazu, dass der Wohnqualität und einem separaten Arbeitszimmer heute eine grössere Bedeutung zukommt als früher. Damit verbunden stieg einerseits der Wunsch nach Wohneigentum. Andererseits führte die Pandemie zu einer teilweisen Verlagerung der Nachfrage von kleinen zu grösseren Wohnungen, insbesondere ausserhalb der Kernstädte. Die Erfahrung zeigt: Paare beziehen heute kaum mehr eine 2.5-Zimmer-Wohnung, sondern suchen mindestens eine Wohnung mit 3.5, lieber noch mit 4.5 Zimmern – sofern finanziell tragbar. Dies zeigt sich auch in den Zahlen: Im Kanton Zürich stieg der Anteil der 1- bis 2.5-Zimmer-Wohnungen unter den leerstehenden Wohnungen auf 27 %, ein Jahr zuvor lag dieser noch bei 22 % (2019: 20 %). Teils ist dies aber auch darauf zurückzuführen, dass Investoren in den letzten Jahren verstärkt Kleinwohnungen realisierten. Insgesamt sank die Leerstandsquote 2021 im Vergleich zum Vorjahr wegen der hohen Nachfrage in fast allen Teilregionen des Wirtschaftsraums Zürich. Dabei weist der Kanton Zürich mit einem Wert von 0.72 % im Vergleich zum Landesdurchschnitt von 1.54 % ein sehr niedriges Niveau auf. Am tiefsten ist der Leerstand wie zu erwarten in der Stadt Zürich, hier stieg die Leerstandsquote 2021 zwar minimal an, zeigte aber mit 0.17 % immer noch einen äusserst ausgetrockneten Markt. Demnach verwundert es nicht, dass die inserierten Nettomieten pro m2 2021 in den Regionen des Wirtschaftsraums Zürich im Vergleich zum Vorjahr mehrheitlich angestiegen oder gleich geblieben sind. Die Insertionsdauern der Mietinserate sanken grösstenteils – ein weiterer Beleg für die grosse Nachfrage. Im Vermarktungsalltag gewann die Mikrolage weiter an Bedeutung. Je nach Verkehrserschliessung, Lärmexposition, Nähe zu Grünräumen und Siedlungscharakter braucht es bereits für Liegenschaften, die 100 bis 200 Meter voneinander entfernt liegen, ein unterschiedliches Vermarktungskonzept. Für die Zielgruppenbestimmung gilt: Je präziser auf die Wohnungen (Grundriss, Ausstattungsmerkmale) abgestimmt, desto besser.

Die Nachfrage nach Wohneigentum war im Wirtschaftsraum Zürich 2021 weiterhin stark. Aufgrund des spärlichen Angebots sind die Preise überall im Wirtschaftsraum gestiegen, in einzelnen Regionen bis zu 12 %. Die grosse Nachfrage widerspiegelt sich auch in den Insertionsdauern, welche für Inserate von Kaufobjekten in fast allen Regionen abgenommen haben. Unverändert tief ist sie in der Stadt Zürich mit 21 Tagen. Verschärft wird der Angebotsengpass durch den Investorenfokus auf Mietobjekte in den letzten Jahren und teils pandemiebedingt
durch längere Baubewilligungsprozesse. Dies zeigte sich unter anderem darin, dass in der zweiten Jahreshälfte 2021 im Wirtschaftsraum rund 20 % weniger Eigentumswohnungen inseriert waren als im Vorjahreshalbjahr. Vermehrt beobachtet wurden 2021 Stockwerkeigentumsverkäufe im Bieterverfahren.