Der CSL Immobilienmarktbericht vermittelt Zahlen, Fakten und Einschätzungen zum Investment-, Wohn- und Büromarkt in der Schweiz und im Speziellen im Wirtschaftsraum Zürich. Der CSL Immobilienmarktbericht basiert auf einer breiten Basis von Angebotsmieten und –preisen, Daten statistischer Ämter sowie Einschätzungen erfahrener Marktteilnehmer, Wirtschaftsförderer und Fachexperten. Zusätzlich fliessen Erkenntnisse aus Experteninterviews mit massgebenden Akteuren der Branche ein.

Und nicht zuletzt reflektiert er auch die Erfahrungen, die unsere Mitarbeiter in der alltäglichen Praxis machen.

WOHNMARKT WIRTSCHAFTSRAUM ZÜRICH

Durchschnittsmieten und -kaufpreise Wirtschaftsraum Zürich

Miet- und Kaufpreise nach Marktgebieten

Regionen Nettomiete
CHF/m² p.a.
Median
CHF/m² p.a.
Leerstand
Quote in %
Kaufpreis
CHF/m²
Median
CHF/m²
Eigentumsquote
Anteil in %
Baden 170 – 295  215 1.6 4 800 –  9 300 6 600 40.5
Brugg-Zurzach 150 – 260 195 3.0 4 000  –  7 400 5 500 56.0
Einsiedeln 155 – 275  200 2.0 4 200  –  9 300 6 200 51.1
Freiamt 155 – 260 195 2.5 4 300 –  7 700 5 700 52.9
Glattal/Furttal 200 – 345 250 1.0 6 300 –  10 700 8 100 30.4
Konaueramt 180 – 290 230 1.8 5 500 –  10 400 7 700 53.7
Limmattal 200 – 335 255 1.2 6 200 –  11 300 8 400 27.2
Linthgebiet 155 – 280 210 1.7 4 600 –  9 100 6 400 42.1
March/Höfe 185 – 370 250 1.4 5 800 –  15 000 8 800 43.5
Mutschellen 165 – 270 205 2.4 4 600 –  9 700 6 600 54.0
Pfannenstil 205 – 395 280 2.2 7 400 –  16 400 11 100 40.0
Schaffhausen 135 – 250   180 2.5 3 300 –  7 500 5 200 43.6
Weinland 145 – 250 195 1.7 4 400 –  8 200 6 100 58.9
Winterthur 180 – 320 235 0.7 4 900 – 9 000 6 900 36.6
Zimmerberg 210 – 390 275 0.7 7 400 –  15 200 10 500 32.3
Zug 215 – 445 290 0.4 6 800 –  14 200 10 100 34.5
Zürcher Oberland 175 – 305   230 1.9 5 000 –  9 400 7 200 44.5
Zürcher Unterland 175 – 290 220 1.5 5 200 –  9 500 6 900 42.8
Zürich 255 – 705 360 0.2 8 100 – 17 900 12 400 9.1
Im Wirtschaftsraum Zürich blieben die Mieten mit Ausnahme der Stadt Zürich bestenfalls stabil oder sanken. Bei den Leerstandsquoten zeigen sich grosse Differenzen. Während in der Stadt Zürich und in Zug noch immer Wohnungsmangel herrscht, verzeichnen andere Regionen einen Leerstand von weit über 2 %. Die Vermietung wurde 2018 in vielen Marktgebieten aufgrund des Nachfrageüberhangs anspruchsvoller und nahm mehr Zeit in Anspruch als in früheren Jahren. Die Angst vor halb leeren Siedlungen, wie sie aufgrund der weiterhin hohen Wohnbauproduktion in den Medien geschürt wurde, ist im Wirtschaftsraum Zürich jedoch unbegründet. Ausserhalb der zentralen Lagen müssen Neubauprojekte allerdings sehr präzise positioniert werden, um die Nachfrage zu treffen. Dies gilt insbesondere für das Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer weiterhin hohe Quadratmeterpreise erreichen möchte, muss auf effiziente Grundrisse und kleinere Wohnungsgrössen setzen, um eine vergleichsweise attraktive Monatsmiete zu erreichen. Zudem kann die Materialisierung zum entscheidenden Wettbewerbsnachteil werden. Bereits eine aussergewöhnliche Farbwahl für Küchen oder Platten kann zu einem harzenden Vermarktungsprozess oder grösseren Leerständen beim Erstbezug führen. Im aktuellen Marktumfeld werden für eine erfolgreiche Vermietung von Entwicklungsprojekten eine umfassende Analyse und der Einbezug lokaler Vermarktungsexpertise im Vorfeld unabdingbar. Aber auch bestehende Liegenschaften müssen verstärkt auf Marktrisiken überprüft werden und ähnlich wie Neubauprojekte analysiert und gegebenenfalls neu positioniert werden. 2019 erwarten wir bestenfalls eine weitere Seitwärtsbewegung der Mieten.

Der Eigentumsmarkt ist weiterhin intakt. Die Nachfrage nach Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern blieb auf hohem Niveau stabil. An dezentralen Lagen zeigte sich 2018 jedoch eine starke Preissensitivität. Einerseits sind die Preise dort in den vergangenen Jahren überproportional angestiegen, sodass die Grenze der Zahlungsbereitschaft auch für gut positionierte Liegenschaften erreicht ist. Andererseits stützen die Banken nicht mehr jeden Kaufpreis mit einer entsprechenden Finanzierung, selbst wenn der Käufer bereit wäre, den Kaufpreis zu zahlen. Für 2019 erwarten wir im Eigentumssegment aufgrund des anhaltenden Tiefzinsumfelds keine Trendwende.