PRINTVERSION

Bestellen Sie hier ihre persönliche Printversion:

* Pflichtfelder

Loading
Bitte prüfen Sie Ihre Internetverbindung und versuchen Sie es erneut.

WOHNMARKT WIRTSCHAFTSRAUM ZÜRICH

MIETZINS- UND KAUFPREISENTWICKLUNG WIRTSCHAFTSRAUM ZÜRICH

MIET- UND KAUFPREISE NACH MARKTGEBIETEN

Regionen Nettomiete
CHF/m² p.a.
Median
CHF/m² p.a.
Leerstand
Quote in %
Insertionsdauer in Tagen Kaufpreis
CHF/m²
Median
CHF/m²
Insertionsdauer in Tagen
Baden 170 – 295  215 1.6 34 4 890 –  9 400 6 900 58
Brugg / Zurzach 140 – 260 190 3.0 43 3 790  –  7 530 5 480 94
Einsiedeln 160 – 275 200 1.8 33 4 380  –  9 820 6 880 59
Freiamt 150 – 255 190 2.4 42 4 590 –  7 800 6 130 91
Glattal / Furttal 195 – 340 255 1.1 22 6 810 –  11 450 8 720 54
Höfe / March 180 – 375 250 1.4 37 6 270 –  14 320 9 140 50
Konaueramt 180 – 300 235 1.3 34 6 320 –  11 130 8 110 36
Limmattal 205 – 335 255 1.0 23 6 480 –  12 950 9 770 43
Linthgebiet 155 – 290 210 2.2 32 4 900 –  8 680 6 410 91
Mutschellen 165 – 275 210 2.6 38 5 280 –  10 260 6 980 72
Pfannenstiel 210 – 415 285 1.8 28 7 400 –  16 970 11 370 57
Schaffhausen 140 – 245   180 2.0 39 3 560 –  7 660 5 500 57
Stadt Zürich 260 – 730 380 0.2 15 8 050 – 18 920 13 380 21
Weinland 150 – 270 205 1.7 51 4 640 –  8 470 6 350 61
Winterthur 185 – 315 235 0.7 21 5 350 – 10 540 7 560 41
Zimmerberg 210 – 400 275 0.7 22 7 970 –  16 240 11 230 48
Zug 220 – 475 295 0.7 15 8 380 –  19 170 11 190 40
Zürcher Oberland 180 – 300 230 1.8 31 5 300 –  10 120 7 540 54
Zürcher Unterland 175 – 285 225 1.5 38 5 230 –  9 920 7 230 63
Der erste Pandemie-Lockdown führte im Frühjahr 2020 auch im Wohnmarkt zu einem kurzen Moment der Unsicherheit, der jedoch schnell überwunden war. Die Konjunkturprogramme des Bundes halfen, das Vertrauen in die eigene Einkommenssituation zu stärken. Die Mieter befassten sich vermehrt mit ihrem eigenen Zuhause und viele hatten mehr Zeit, sich um die Suche nach einer potenziellen neuen Mietwohnung und sogar den Kauf einer Immobilie zu kümmern. Die Erwartung, dass ein höherer Anteil von Homeoffice auch nach der Pandemie erhalten bleibt, führte zu einem erweiterten geographischen Suchradius – insbesondere im Eigentumssegment. Als Folge der grossen Nachfrage wurden sogar schwer vermarktbare Eigentumsobjekte an ehemals wenig gefragten, peripheren Lagen zügig verkauft. Im Mietwohnungsmarkt wurden gut erschlossene Neubauprojekte und sanierte Wohnungen rasch absorbiert. Weniger attraktive Bestandesobjekte in der Agglomeration fanden dagegen spürbar weniger Interesse. Dies wird solange so bleiben, als durch die hohe Bautätigkeit weiterhin gesuchte Neubauten auf den Markt gelangen.

Für viele bleibt eine Neubauwohnung ein Statussymbol, für das sie sich wirtschaftlich strecken. Landesweit stieg die Leerstandsquote in den vergangenen Jahren kontinuierlich auf mittlerweile 1.72% (2020). Im Kanton Zürich dagegen stabilisierte sich die Leerwohnungsziffer in den letzten Jahren um einen Wert von 0.9%. Die gegenläufigen Entwicklungen des Vorjahres akzentuierten sich jedoch weiter: In der Mehrheit der Marktgebiete im Wirtschaftsraum Zürich stabilisierte sich oder sank der Leerstand. Im peripher gelegenen Teilgebiet Brugg/Zurzach stieg 2020 die Leerstandsquote jedoch auf einen neuen Höchstwert von 3.0% an. Die Mieten blieben 2020 im Wirtschaftsraum Zürich stabil. Wie beim Leerstand waren jedoch ebenfalls je nach Marktgebiet und Mikrolage eine starke Differenzierung spürbar. Während in peripherer gelegenen Marktgebieten eher eine sinkende Tendenz zu verzeichnen war, stiegen die Mieten in und um die Stadt Zürich herum an. Im ersten Agglomerationsgürtel war zudem ein starker Nachfragedruck aus dem Zentrum heraus zu beobachten. Daran änderte auch der Einbruch der Zuwanderung nichts – er war in der Vermarktung nicht spürbar.

Im Eigentumsmarkt war die Nachfrage 2020 ungebrochen, was aufgrund des geringen Angebots zu steigenden Preisen führte. Kriterien wie Besonnung, die Verfügbarkeit eines privaten Aussenraums, die technische Ausstattung und ein zusätzliches Arbeitszimmer gewannen stark an Bedeutung. Zudem wurden zunehmend Aspekte aus dem Bereich Nachhaltigkeit wie Elektromobilität thematisiert – aber entscheidend blieb der Preis. Das Vertrauen in die günstige Zinssituation hat zugenommen, doch scheitern weiterhin zahlreiche Interessenten an den restriktiven Vorgaben der Banken. Die noch nicht ausgestandene Pandemie dürfte 2021 zu einer Fortführung dieser Entwicklungen und zu einer weiteren Preissteigerung im Eigentumssegment führen, vor allem für die raren Eigentumsobjekte mit Privatsphäre.